Avatar 102 Airon oder Scubaforce Explorer NST – welcher Trockentauchanzug passt zu dir?


Wer einen hochwertigen Trockentauchanzug für heimische Gewässer sucht, stößt schnell auf zwei interessante Konzepte: den Avatar 102 Airon und den Scubaforce Explorer NST.
Beide sind moderne Membran-Trockentauchanzüge mit Frontreißverschluss, Teleskoptorso, Hosenträgern und zwei Beintaschen. Beide eignen sich für regelmäßiges Kaltwassertauchen und beide bieten bereits ab Werk eine umfangreiche Ausstattung.
Trotzdem fühlen und verhalten sie sich unterschiedlich.
Der Avatar 102 Airon setzt auf geringes Gewicht, hohe Beweglichkeit und ein bereits sehr komplett zusammengestelltes System. Der Scubaforce Explorer NST verfolgt mit seiner No Stitch Technology, schweren Cordura-Materialien und zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten einen robusteren Ansatz.
Welches Konzept besser zu dir passt, hängt deshalb weniger davon ab, ob du Anfänger oder erfahrener Taucher bist – sondern davon, wie und wo du tauchst.
Zwei Trockentauchanzüge – zwei unterschiedliche Konzepte
Auf dem Papier ähneln sich Airon und Explorer zunächst erstaunlich stark.
Beide besitzen einen diagonalen Frontreißverschluss und können dadurch selbstständig an- und ausgezogen werden. Ein Teleskoptorso sorgt zusammen mit Hosenträgern und Schrittgurt für Bewegungsfreiheit und einen guten Sitz.
Auch bei der Ausstattung finden sich viele Gemeinsamkeiten.
Der eigentliche Unterschied steckt tiefer: in den verwendeten Materialien und der Konstruktion.
Während Avatar versucht, Robustheit mit einem möglichst leichten und flexiblen Anzug zu verbinden, setzt Scubaforce beim Explorer NST bewusst auf besonders widerstandsfähige Materialien und eine spezielle Verbindungstechnik.
- Angebot!
AVATARAVATAR Airon 102 Trockentauchanzug
Ausführung wählen Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werdenAb 1.959,00 € *statt 2.028,95 € 1Du sparst 69,95 € -
SCUBAFORCEScubaforce Trockentauchanzug – Explorer NST
Ausführung wählen Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werdenAb 1.799,00 € *
Avatar 102 Airon – leicht, flexibel und erstaunlich robust
Der Avatar 102 Airon stammt aus der SANTI-Unternehmensfamilie und kombiniert ein geringes Gewicht mit einer für einen leichten Membrananzug umfangreichen Ausstattung.
Seine Außenhaut besteht aus einem vierlagigen Oxford-Nylon-Membranmaterial mit einem Flächengewicht von rund 260 g/m².
Das Material ist vergleichsweise weich und flexibel. Das macht sich insbesondere bei Bewegungen des Oberkörpers und beim Erreichen der Ventile bemerkbar.
Gleichzeitig ist das Material dampfdurchlässig ausgelegt. Feuchtigkeit kann vom Körper wegtransportiert werden, während das Material von außen wasserdicht bleibt. Gerade beim Anziehen und während längerer Vorbereitungszeiten an Land kann das den Komfort erhöhen.
Mit einem Gewicht von ungefähr 3,3 Kilogramm bleibt der komplette Anzug außerdem vergleichsweise leicht.
Das macht den Airon nicht nur für heimische Seen interessant, sondern auch für Taucher, die ihren Trockentauchanzug regelmäßig transportieren oder auf Flugreisen mitnehmen möchten.
Verstärkungen dort, wo sie gebraucht werden
Leicht bedeutet beim Airon nicht, dass auf Schutz vollständig verzichtet wurde.
Besonders beanspruchte Bereiche wie Knie, Schritt, Ellbogen und Gesäß werden zusätzlich durch stärkeres Oxford-Material geschützt.
Interessant ist außerdem die Schnittführung.
Avatar vermeidet überkreuzte Nähte insbesondere im Achsel- und Schrittbereich. Dadurch sollen stark belastete Nahtkreuzungen reduziert werden, während gleichzeitig eine hohe Beweglichkeit erhalten bleibt.
Das Ergebnis ist ein Anzug, der sich deutlich weniger steif anfühlt als manche schweren Cordura-Trockentauchanzüge.
SANTI Smart Seals serienmäßig
Ein besonderes Ausstattungsmerkmal des Airon ist das serienmäßige SANTI Smart Seals System an den Handgelenken.
Die Armmanschetten sind dadurch nicht dauerhaft mit dem Anzug verklebt. Sollte eine Manschette beschädigt werden, kann sie direkt am Tauchplatz ohne aufwendige Klebearbeiten ausgetauscht werden.
Noch interessanter wird das System beim Kaltwassertauchen.
Das SANTI Smart Gloves System kann direkt an Smart Seals adaptiert werden. Wer zunächst mit Nasshandschuhen taucht und später auf Trockenhandschuhe wechseln möchte, benötigt dadurch keinen grundlegenden Umbau des Anzugs.
Gerade für deutsche Seen ist das ein sehr praxisnahes Detail.
Zwei Taschen – aber bewusst unterschiedlich dimensioniert
Auch beim Stauraum ist der Airon bereits gut ausgestattet.
Er besitzt zwei Beintaschen.
Eine davon fällt ausgesprochen großzügig aus und bietet viel Platz beispielsweise für Boje, Spool, Backup-Maske oder weiteres Zubehör. Die zweite Tasche ist etwas kompakter dimensioniert, bietet aber ebenfalls ausreichend Platz für typische Ausrüstung.
Bungee-Schlaufen und Innenfächer erleichtern die Organisation und Sicherung der mitgeführten Ausrüstung.
Ein optisch auffälliges Detail ist die orangefarbene Tasche auf der linken Seite. Sie setzt einen bewussten Kontrast zum ansonsten zurückhaltenden Design des Anzugs und verbessert gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit des Tauchers.
Boots passend zur eigenen Fußgröße
Auch bei einem Standardgrößen-Anzug sollte die Schuhgröße nicht darüber entscheiden müssen, welche Anzuggröße passt.
Beim Airon kann deshalb die Boot-Größe passend zum Taucher gewählt werden.
Verbaut werden Flex-Sohlen-Boots, die einen Kompromiss aus Beweglichkeit und ausreichendem Schutz beispielsweise bei steinigen Einstiegen bieten.
Zur Serienausstattung gehören außerdem Apeks Ein- und Auslassventile, Latexmanschetten und ein Neopren-Warmneck am Hals.
Damit kommt der Airon bereits ab Werk als ziemlich vollständiges System.
Scubaforce Explorer NST – Robustheit neu gedacht
Beim Scubaforce Explorer NST steht eine andere Idee im Mittelpunkt.
NST bedeutet „No Stitch Technology“.
Bei den Hauptverbindungen werden die Materialbahnen nicht klassisch zusammengenäht, sondern mittels Ultraschall miteinander verschweißt.
Damit wird das Material an diesen Verbindungen nicht durch Nähnadeln perforiert.
Auf der Innenseite werden die Schweißverbindungen zusätzlich maschinell mit einem widerstandsfähigen Tape versiegelt.
Scubaforce versucht damit, einen klassischen Schwachpunkt von Trockentauchanzügen konstruktiv anders zu lösen: die Verbindung der einzelnen Materialbahnen.
1200er Cordura an den Beinen
Besonders deutlich wird die unterschiedliche Philosophie beim Material.
Für den Beinbereich verwendet Scubaforce beim Explorer NST besonders widerstandsfähiges 1200er Cordura.
Das Material ist deutlich kräftiger und steifer als das leichtere Material des Airon. Dafür bietet es entsprechend viel Widerstand gegen Abrieb und mechanische Beanspruchung.
Das kann beispielsweise interessant sein für Taucher, die regelmäßig:
- an anspruchsvollen Einstiegen tauchen,
- mit schwerer Ausrüstung unterwegs sind,
- an Felsen oder Wracks arbeiten,
- Sidemount oder Doppelgerät verwenden,
- oder ihren Anzug schlicht sehr intensiv einsetzen.
Der Explorer fühlt sich dadurch allerdings anders an als der Airon.
Wer beide Anzüge nebeneinander in die Hand nimmt, wird den Unterschied sofort bemerken.
Flexiblerer Oberkörper
Scubaforce verwendet deshalb nicht am gesamten Anzug das schwere Material.
Am Oberkörper kommen leichtere und flexiblere Materialien zum Einsatz, um die Beweglichkeit insbesondere beim Erreichen der Ventile zu erhalten.
Zusätzlichen Schutz bietet dort das Overlay Protection System (OPS).
Dabei werden besonders beanspruchte Bereiche unter anderem an Schultern, Rücken und Armen zusätzlich mit Cordura-Auflagen geschützt.
Damit entsteht eine Art Materialmix: besonders robust dort, wo mechanische Belastung wahrscheinlich ist, und flexibler dort, wo Beweglichkeit wichtiger wird.
Zwei große XBP-Balgtaschen
Beim Stauraum setzt Scubaforce konsequent auf Größe.
Der Explorer NST besitzt zwei große XBP-Balgtaschen an den Oberschenkeln.
Die verstärkten Deckel lassen sich auch mit dicken Handschuhen gut greifen. Im Inneren befinden sich Bungee-Schlaufen zur Sicherung von Ausrüstung sowie separate Bereiche beispielsweise für Wetnotes.
Wer viel Ausrüstung am Körper mitführt, findet hier entsprechend viel Platz.
Das ist insbesondere für anspruchsvollere Tauchkonfigurationen interessant.
Mehr Möglichkeiten bei der Konfiguration
Der normale Explorer NST ist – genau wie der Airon – zunächst ein Trockentauchanzug in Standardgrößen.
Das sollte man klar vom Explorer NST MTM unterscheiden.
MTM steht für Made to Measure. Erst diese Variante wird anhand individueller Körpermaße gefertigt.
Trotzdem bietet bereits der normale Explorer verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten.
Je nach Ausführung können beispielsweise Manschetten, Ventile und das Schuhsystem gewählt werden.
Bei den Füßen stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung – von Boots bis zu Neoprensocken für die Verwendung mit Rockboots.
Auch bei den Manschetten gibt es unterschiedliche Lösungen.
Das macht den Explorer interessant für Taucher, die bereits ziemlich genau wissen, welche Komponenten sie an ihrem Trockentauchanzug haben möchten.
Standardgröße reicht nicht? Dann wird MTM interessant
Ein wichtiger Vorteil der Explorer-Plattform ist die Möglichkeit, auf eine MTM-Version auszuweichen.
Nicht jeder Körper passt sinnvoll in eine Standardgrößentabelle.
Wer beispielsweise einen langen Oberkörper mit vergleichsweise kurzen Beinen oder andere deutlich von Standardgrößen abweichende Proportionen hat, muss bei einem Trockentauchanzug häufig Kompromisse eingehen.
Hier kann eine Maßanfertigung sinnvoll werden.
Das macht den Explorer NST auch für Taucher interessant, bei denen bereits bei der Anprobe klar wird, dass keine der Standardgrößen wirklich überzeugend sitzt.
Airon 102 und Explorer NST im direkten Vergleich
| Merkmal | Avatar 102 Airon | Scubaforce Explorer NST |
|---|---|---|
| Bauart | Membran-Trockentauchanzug | Membran-Trockentauchanzug |
| Größen | Standardgrößen | Standardgrößen |
| Maßanfertigung | – | Explorer NST MTM erhältlich |
| Frontreißverschluss | Ja | Ja |
| Teleskoptorso | Ja | Ja |
| Hauptmaterial | Leichtes 4-Lagen Oxford-Nylon | Materialmix mit sehr robustem Cordura |
| Konstruktion | Klassische Verbindungstechnik, optimierte Schnittführung | No Stitch Technology an Hauptverbindungen |
| Schwerpunkt | Geringes Gewicht & Flexibilität | Robustheit & Belastbarkeit |
| Gewicht | ca. 3,3 kg | Schwerer |
| Taschen | 2, unterschiedlich groß | 2 große XBP-Balgtaschen |
| Manschetten | Latex, Smart Seals an den Armen | Verschiedene Konfigurationen |
| Trockenhandschuhe | Smart Gloves einfach adaptierbar | Verschiedene Systeme möglich |
| Boots | Flex-Sohlen-Boots, Größe wählbar | Verschiedene Fuß-/Bootlösungen |
| Ventile | Apeks | Je nach Konfiguration |
| Reisen | Besonders interessant | Möglich, aber schwerer |
| Technisches Tauchen | Grundsätzlich geeignet | Besonders robuste Ausrichtung |
Wie unterschiedlich fühlen sich die beiden Anzüge an?
Das lässt sich aus einer technischen Tabelle kaum ablesen.
Der Airon fühlt sich leicht und beweglich an. Das Material folgt Bewegungen relativ unkompliziert und der Anzug lässt sich klein zusammenlegen.
Der Explorer vermittelt dagegen deutlich stärker das Gefühl eines robusten Arbeitsgeräts.
Das kräftigere Material an den Beinen und die zusätzlichen Verstärkungen sind spürbar. Dafür bekommt man einen Anzug, dessen Konstruktion gezielt auf hohe mechanische Beanspruchung ausgelegt wurde.
Genau hier liegt wahrscheinlich die wichtigste Entscheidung zwischen beiden Modellen.
Für wen würden wir den Avatar 102 Airon empfehlen?
Der Airon ist besonders interessant, wenn du einen leichten und flexiblen Trockentauchanzug suchst und trotzdem nicht auf eine umfangreiche Ausstattung verzichten möchtest.
Smart Seals, zwei Taschen, Apeks-Ventile, Teleskoptorso und wählbare Boot-Größe sind bereits vorhanden.
Besonders interessant finden wir ihn deshalb für Taucher, die:
- regelmäßig in heimischen Gewässern tauchen,
- Wert auf Beweglichkeit legen,
- einen leichten Anzug bevorzugen,
- mit ihrer Ausrüstung reisen,
- Smart Gloves verwenden möchten,
- und keine umfangreiche individuelle Konfiguration benötigen.
Das macht ihn ausdrücklich nicht nur zu einem Einsteigeranzug.
Auch für erfahrene Taucher kann gerade seine Kombination aus geringem Gewicht und kompletter Ausstattung der entscheidende Vorteil sein.

Für wen würden wir den Explorer NST empfehlen?
Der Explorer NST spielt seine Stärken aus, wenn Robustheit und mechanische Belastbarkeit weit oben auf der Prioritätenliste stehen.
1200er Cordura an den Beinen, OPS-Verstärkungen, NST-Konstruktion und die großen XBP-Taschen machen ihn besonders interessant für Taucher, deren Anzug regelmäßig einiges aushalten muss.
Dazu gehören beispielsweise Taucher mit:
- Doppelgerät,
- Sidemount,
- umfangreicher Zusatzausrüstung,
- häufigen Kaltwassertauchgängen,
- anspruchsvollen Einstiegen,
- oder perspektivisch technischem Tauchen.
Und wenn keine Standardgröße wirklich passt, bietet die Explorer-Plattform mit der MTM-Version zusätzlich eine interessante Lösung.

Unser Fazit: Nicht besser oder schlechter – sondern anders
Avatar 102 Airon und Scubaforce Explorer NST gegeneinander antreten zu lassen und am Ende einen pauschalen Sieger zu küren, würde beiden Anzügen nicht gerecht.
Dafür sind sie in ihrer grundsätzlichen Ausstattung zu ähnlich – und in ihrer Philosophie gleichzeitig zu unterschiedlich.
Der Avatar 102 Airon überzeugt vor allem durch geringes Gewicht, Flexibilität und ein erstaunlich vollständiges Ausstattungspaket. Smart Seals und die unkomplizierte Erweiterung mit Smart Gloves sind gerade für das Kaltwassertauchen starke Argumente.
Der Scubaforce Explorer NST setzt den Schwerpunkt stärker auf Robustheit. Seine NST-Konstruktion, schwere Materialien an besonders beanspruchten Bereichen, OPS-Verstärkungen und große Taschen machen ihn zu einem ausgesprochen belastbaren Trockentauchanzug.
Vereinfacht gesagt:
Airon 102 – leichter und flexibler.
Explorer NST – schwerer und robuster.
Welches Konzept besser ist, entscheidet nicht das Datenblatt. Es entscheidet dein Tauchen.
Beide Trockentauchanzüge bei PressureHub vergleichen
Gerade bei einem Trockentauchanzug empfehlen wir deshalb, nicht ausschließlich nach technischen Daten zu entscheiden.
Passform, Beweglichkeit und das persönliche Gefühl im Anzug spielen eine mindestens ebenso große Rolle.
Bei PressureHub kannst du Avatar 102 Airon und Scubaforce Explorer NST die Unterschiede direkt vergleichen.
Wir schauen gemeinsam auf deinen Körperbau, deinen Unterzieher, deine vorhandene Tauchausrüstung und darauf, wo sich dein Tauchen in den nächsten Jahren entwickeln soll.
Denn der beste Trockentauchanzug ist am Ende nicht der mit den meisten technischen Features.
Es ist der Anzug, der zu dir und deinem Tauchen passt.
PASSEND ZUM THEMA
Mehr aus dem PressureHub
Thematisch verknüpft über Kaltwassertauchen, SANTI, Scubaforce. Ergänzend nutzt PressureHub passende Kategorien und Schlagwörter.
Passende Ausrüstung
PressureHub Shop
SANTI Flex 2.0 Heated undersuit
PressureHub Shop
SANTI Heating Gloves 2.0 – Handschuhe beheizbar
PressureHub Shop


