Wann brauche ich eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU)?
1. Wenn die medizinische Selbstauskunft ein „JA“ ergibt
Vor jedem Kurs füllst du eine medizinische Selbstauskunft aus. Wenn du dort bei einer Frage (z. B. Asthma, Bluthochdruck oder Medikamenteneinnahme) ein „JA“ ankreuzen musst, ist eine ärztliche TTU zwingend vorgeschrieben, bevor du ins Wasser darfst.
Was ist eine mediznische Selbstauskunft?
2. Bei offiziellen Kursen und Prüfungen
Für viele fortgeschrittene Zertifizierungen und professionelle Kurse verlangen die Verbände (wie PADI oder SDI) grundsätzlich ein aktuelles ärztliches Attest, unabhängig von der Selbstauskunft.
3. Wenn das Hausrecht es vorschreibt (Wichtig für Deutschland!)
In vielen deutschen Seen und bei Tauchbasen im Inland ist eine gültige ärztliche TTU Voraussetzung für den Seezutritt. Die reine Selbstauskunft reicht hier oft nicht aus, um eine Taucherlaubnis zu erhalten.
4. Nach Ablauf der Gültigkeit
Die medizinische Fachgesellschaft GTÜM empfiehlt klare Intervalle, damit dein Schutz aktuell bleibt:
- Unter 18 Jahren: Jährlich.
- Zwischen 18 und 39 Jahren: Alle 3 Jahre.
- Ab 40 Jahren: Jährlich.
5. Nach Krankheit oder Unfall
Solltest du eine schwere Erkrankung (z. B. COVID-19 mit Lungenbeteiligung) oder eine Operation hinter dir haben, musst du deine Tauchtauglichkeit neu von einem Arzt bestätigen lassen.
Tipp von PressureHub: Wir empfehlen jedem Taucher, die Untersuchung bei einem spezialisierten Tauchmediziner durchzuführen. Das gibt dir die maximale Sicherheit für dein Hobby.

