Was ist eine medizinische Selbstauskunft?

  • Jan., 23, 2026
Kategorie: Medizinisches

Die Selbstauskunft ist ein mehrseitiges Dokument, das dazu dient, potenzielle gesundheitliche Risiken vor dem Tauchgang zu identifizieren. Sie besteht im Wesentlichen aus Ja/Nein-Fragen zu deinem Gesundheitszustand.

So funktioniert es:

  1. Fragebogen ausfüllen: Du liest dir Fragen zu Themen wie Herz-Kreislauf-System, Lunge, Ohren und deiner allgemeinen Fitness durch.
  2. Alles mit „NEIN“ beantwortet? Wenn du bei jeder Frage wahrheitsgemäß „Nein“ ankreuzen kannst, giltst du für den jeweiligen Verband als tauchtauglich für den Einsteigerkurs. Ein zusätzlicher Arztbesuch ist dann laut Verbandsregeln nicht zwingend nötig.
  3. Ein „JA“ angekreuzt? Sobald du eine Frage mit „Ja“ beantwortest (z. B. bei Heuschnupfen, früherem Asthma oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme), musst du zwingend einen Arzt aufsuchen. Dieser prüft dann die spezifische Stelle und stellt dir bei Unbedenklichkeit eine offizielle Tauchtauglichkeitsbescheinigung aus.

Wann brauche ich eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU)?

Warum ist das wichtig?
Tauchen findet in einer Umgebung mit erhöhtem Umgebungsdruck statt. Probleme, die an Land harmlos sind (wie eine verstopfte Nebenhöhle oder leichtes Belastungsasthma), können unter Wasser gefährlich werden.

Wichtig für Deutschland:
Obwohl die Selbstauskunft international oft ausreicht, verlangen viele Tauchbasen und Seen in Deutschland für den eigenständigen Zugang zum Gewässer dennoch grundsätzlich eine gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Wir empfehlen daher besonders auch Anfängern, die Untersuchung professionell bei einem befähigtem Arzt durchführen zu lassen.