Medizinisches
Viele Menschen können trotz bestimmter Vorerkrankungen sicher tauchen.
Häufige Fragen betreffen unter anderem:
- Asthma
- Probleme mit dem Druckausgleich (Ohren / Nebenhöhlen)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Grundsätzlich gilt:
👉 Eine tauchsportärztliche Untersuchung schafft Klarheit und Sicherheit.
Da medizinische Fragestellungen immer Einzelfallentscheidungen sind, empfehlen wir dir, deinen Gesundheitszustand vor Kursbeginn mit deinem Hausarzt oder – noch besser – mit einem Tauchmediziner zu besprechen.
Bei PressureHub orientieren wir uns strikt an den medizinischen Richtlinien der internationalen Tauchverbände SDI / TDI sowie PADI.
Ja, das ist absolut kein Problem! Da du unter Wasser ohnehin eine Tauchmaske tragen musst, gibt es zwei einfache Lösungen für Brillenträger:
- Kontaktlinsen: Die einfachste Methode. Du kannst weiche Kontaktlinsen problemlos unter jeder Standard-Tauchmaske tragen. Wichtig ist nur, bei Übungen (wie dem Ausblasen der Maske) die Augen geschlossen zu halten, damit die Linsen nicht weggespült werden.
- Tauchmaske mit Sehstärke: Es gibt spezielle Masken, in die optische Gläser eingesetzt werden. Viele Hersteller bieten Standard-Gläser (für Kurz- oder Weitsichtigkeit) an, die man direkt in eine passende Maske einsetzen kann. Sogar Gleitsichtgläser sind für Tauchmasken möglich.
Wichtig: Deine normale Brille kannst du unter der Maske nicht tragen, da die Bügel verhindern, dass die Maske am Gesicht abdichtet – Wasser würde sofort eindringen.
Unser Tipp: Wenn du ernsthaft mit dem Tauchen startest, lohnt sich die Investition in eine eigene Maske mit Sehstärke. Es erhöht den Komfort und die Sicherheit massiv, wenn du auch unter Wasser alles (inklusive deiner Instrumente) scharf sehen kannst.
Komm gerne bei uns vorbei, wir beraten dich bei der Auswahl der richtigen Tauchmaske.
1. Wenn die medizinische Selbstauskunft ein „JA“ ergibt
Vor jedem Kurs füllst du eine medizinische Selbstauskunft aus. Wenn du dort bei einer Frage (z. B. Asthma, Bluthochdruck oder Medikamenteneinnahme) ein „JA“ ankreuzen musst, ist eine ärztliche TTU zwingend vorgeschrieben, bevor du ins Wasser darfst.
Was ist eine mediznische Selbstauskunft?
2. Bei offiziellen Kursen und Prüfungen
Für viele fortgeschrittene Zertifizierungen und professionelle Kurse verlangen die Verbände (wie PADI oder SDI) grundsätzlich ein aktuelles ärztliches Attest, unabhängig von der Selbstauskunft.
3. Wenn das Hausrecht es vorschreibt (Wichtig für Deutschland!)
In vielen deutschen Seen und bei Tauchbasen im Inland ist eine gültige ärztliche TTU Voraussetzung für den Seezutritt. Die reine Selbstauskunft reicht hier oft nicht aus, um eine Taucherlaubnis zu erhalten.
4. Nach Ablauf der Gültigkeit
Die medizinische Fachgesellschaft GTÜM empfiehlt klare Intervalle, damit dein Schutz aktuell bleibt:
- Unter 18 Jahren: Jährlich.
- Zwischen 18 und 39 Jahren: Alle 3 Jahre.
- Ab 40 Jahren: Jährlich.
5. Nach Krankheit oder Unfall
Solltest du eine schwere Erkrankung (z. B. COVID-19 mit Lungenbeteiligung) oder eine Operation hinter dir haben, musst du deine Tauchtauglichkeit neu von einem Arzt bestätigen lassen.
Tipp von PressureHub: Wir empfehlen jedem Taucher, die Untersuchung bei einem spezialisierten Tauchmediziner durchzuführen. Das gibt dir die maximale Sicherheit für dein Hobby.
Die Selbstauskunft ist ein mehrseitiges Dokument, das dazu dient, potenzielle gesundheitliche Risiken vor dem Tauchgang zu identifizieren. Sie besteht im Wesentlichen aus Ja/Nein-Fragen zu deinem Gesundheitszustand.
So funktioniert es:
- Fragebogen ausfüllen: Du liest dir Fragen zu Themen wie Herz-Kreislauf-System, Lunge, Ohren und deiner allgemeinen Fitness durch.
- Alles mit „NEIN“ beantwortet? Wenn du bei jeder Frage wahrheitsgemäß „Nein“ ankreuzen kannst, giltst du für den jeweiligen Verband als tauchtauglich für den Einsteigerkurs. Ein zusätzlicher Arztbesuch ist dann laut Verbandsregeln nicht zwingend nötig.
- Ein „JA“ angekreuzt? Sobald du eine Frage mit „Ja“ beantwortest (z. B. bei Heuschnupfen, früherem Asthma oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme), musst du zwingend einen Arzt aufsuchen. Dieser prüft dann die spezifische Stelle und stellt dir bei Unbedenklichkeit eine offizielle Tauchtauglichkeitsbescheinigung aus.
Wann brauche ich eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU)?
Warum ist das wichtig?
Tauchen findet in einer Umgebung mit erhöhtem Umgebungsdruck statt. Probleme, die an Land harmlos sind (wie eine verstopfte Nebenhöhle oder leichtes Belastungsasthma), können unter Wasser gefährlich werden.
Wichtig für Deutschland:
Obwohl die Selbstauskunft international oft ausreicht, verlangen viele Tauchbasen und Seen in Deutschland für den eigenständigen Zugang zum Gewässer dennoch grundsätzlich eine gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Wir empfehlen daher besonders auch Anfängern, die Untersuchung professionell bei einem befähigtem Arzt durchführen zu lassen.

